Digitales Lehren und Lernen in der Pandemie – Notlösung oder digitaler Mehrwert?“

In diesem Vortrag geht es um die Frage, wie die Covid-19-Pandemie sich auf den Einsatz digitaler Lehr- und Lernwerkzeuge ausgewirkt hat und welche Lehren wir aus diesen Erfahrungen ziehen können. Wie in vielen anderen Lebensbereichen haben digitale Technologien im Bildungsbereich durch die Kontaktbeschränkungen zur Pandemiebekämpfung eine erhebliche Ausweitung und sicherlich auch einen Entwicklungsschub erlebt. In vielen Fällen konnte dadurch zumindest eine „Grundversorgung“ für Lernende im Schul- und Hochschulbereich sichergestellt werden. Auf der Basis eines schon vor der Pandemie durchgeführten Forschungsprojekts zum digitalen Distanzunterricht in Deutsch als Zweitsprache sowie eigenen Erfahrungen und Beobachtungen im Bereich von Online- und Hybridlehre während der Pandemie wird untersucht, ob – und wenn ja, unter welchen Umständen – es gelungen ist, digitales Lehren und Lernen so zu organisieren, dass es nicht nur als Notbehelf für eine noch nie dagewesene Herausforderung dienen konnte, sondern auch zusätzliche Lehr- und Lernchancen eröffnet hat. Das heißt, es wird darum gehen, ob ein „digitaler Mehrwert“, wie er im Zusammenhang mit dem Einsatz von digitalen Medien immer wieder gefordert wird, erreicht werden konnte. Ein digitaler Mehrwert kommt dann zu Stande, wenn neue, genuin auf Digitalisierung beruhende Lernmöglichkeiten entstehen, die über die bloße Übertragung konventioneller Lernformen auf digitale Medien hinausgehen. Das Prinzip des digitalen Mehrwerts soll mit Hilfe des SAMR-Modells von Ruben R. Puentedura (Puentedura, 2012) veranschaulicht werden und weitere Forschungsergebnisse sollen bei der Beurteilung der geschilderten Erfahrungen einfließen.

Puentedura, R. R. (2012). The SAMR model: Background and exemplars. Hippasus. http://www.hippasus.com/rrpweblog/archives/2012/08/23/SAMR_BackgroundExemplars.pdf

Klaus-Börge Boeckmann, nach Studium in Klagenfurt und Wien zunächst in der Erwachsenenbildung tätig, dann Assistent am Lehrstuhl Deutsch als Fremdsprache der Universität Wien. Fünfjähriger Lehr- und Forschungsaufenthalt in Osaka, Japan. Habilitation im Fach „Deutsch als Fremdsprache“, Ao. Prof. Für DaF/DaZ in Wien, Gastdozentur an der Universität Kassel, Vertretungsprofessur für „Interkulturelle Wirtschaftskommunikation“ an der Universität Jena, Universitätsprofessor für „Deutsch als Zweitsprache“ an der Universität Wien (2007-2009). Seit März 2016 Professor für Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache an der PH Steiermark. Forschungsschwerpunkte: Plurilingualer Spracherwerb, (Sprachen) Lehren und Lernen mit digitalen Medien, Praxis-/ Aktionsforschung, Lehrer/innen/bildung in mehrsprachigen/ multikulturellen Gesellschaften.

1 Gedanke zu „Digitales Lehren und Lernen in der Pandemie – Notlösung oder digitaler Mehrwert?““

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    Meine Karriere als Dozent Deutsch als Fremdsprache versuche ich zu auffrischen und entwickelt en

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